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OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay

In China zeichnen sich große Umwälzungen ab. Die Kommunistische Partei setzt dem Tech-Sektor und der Privatwirtschaft die Daumenschrauben an und nimmt dabei Milliarden an Verlusten in Kauf. Superreiche, Stars und Unterhaltungskonzerne geraten unter Druck, stattdessen kommt die Doktrin des „großen Führers“ Xi Jinping schon für die Kleinsten auf den Lehrplan. Dahinter steckt eine neue Devise: die Politik des „allgemeinen Wohlstands“.

Dass Chinas Tech-Konzernen harte Zeiten bevorstehen, deutete sich schon Ende des Vorjahres an. Damals statuierte die Staatsführung ein Exempel – und zwar nicht an irgendwem, sondern gleich am reichsten Mensch des Landes. Erst verschwand Alibaba-Gründer Jack Ma wochenlang von der Bildfläche, dann blies die Aufsicht den Börsengang seines Fintech-Start-ups Ant Group spontan ab, und zu guter Letzt wurde Alibaba zu einer Strafe von über 2,8 Milliarden Dollar verdonnert.

Seither geht es Schlag auf Schlag: Peking nimmt einen Tech-Giganten nach dem anderen gewaltig an die Kandare, die größten Konzerne des Landes gerieten ins Visier und wurden streng gemaßregelt. Kalkulationen zufolge wurden durch den Feldzug seit Februar eine Billion Dollar an Marktwert vernichtet – und ausländische Anleger unsanft daran erinnert, wie unberechenbar der chinesische Markt ist.