Start Politik Der Preis ist heiß

Der Preis ist heiß

35
0
7089643 (CC0), Pixabay

So könnte man in Abwandlung einer bekannten Spielshow auch die aktuelle Preisentwicklung in Deutschland sehen. Keiner von uns kann doch, wenn wir ehrlich sind, im Moment wirklich nachvollziehen, welche Preiserhöhungen berechtigt sind oder welche eben nicht. Im Moment ist

ABKASSIEREN

angesagt bei ALDI, PENNY, KAUFLAND, LIDL, Netto, ESSO, ARAL, DEA, BP, SHELL usw. Noch niemals in den letzten 50 Jahren war es offenbar so einfach, Preiserhöhungen umzusetzen und durchzusetzen ohne dass der Bürger rebelliert.

Schuld daran ist aber bitte nicht nur der Ukrainekrieg, sondern die Maßlosigkeit vieler „Kriegsgewinnler“. Keiner der Kunden sträubt sich doch im Moment gegen eine Preiserhöhung wie früher und man reibt sich auch verwundert die Augen, dass die Verbraucherzentrale hier nicht mehr Druck auf die Politik macht.

Darf sie möglicherweise auch gar nicht, denn die Verbraucherzentrale ist eine vom Staat finanzierte Einrichtung, die zudem von den Grünen für sich „politisch reklamiert“ wird bei der Besetzung des Chefpostens. Ob die den eigenen Staat kritisieren? Zudem hat man eine neue Chefin, die sich in der Vergangenheit auch nicht mit sozialpolitischen Glanzleistungen in ihrem Amt hervorgetan hat.

Es kann aber doch nicht so weitergehen!

Was macht unserer Finanzminister in Ausbildung, Christian Lindner, möglicherweise im Moment nur Hochzeitsvorbereitungen, denn gegen die Inflation tut er nichts.

Er tut aber auch nichts gegen die unverschämten, nicht begründbaren Preiserhöhungen und dagegen, dass immer mehr Menschen sich immer weniger leisten können. Immer mehr Menschen verarmen in Deutschland. Christian Lindner schaut zu. Ob seine FDP dafür dann mehr Spenden von den Gewinnlern bekommt, sollte man dann mal im Auge behalten.

Es wird Zeit, dass man bei den Kriegsgewinnlern eine Gewinn-Abschöpfung vornimmt, zumindest eine zeitlich befristete.

Fällt der Politik nicht langsam mehr ein, als irgendwelche Trostpflaster, dann wird es eine Stärkung von Parteien wie der AfD geben. Wenn Wähler unzufrieden sind, dann wählen sie entweder gar nicht oder aber sie wählen eine Protestpartei. Das bringt zwar auch keine Lösung, aber zumindest hat man es denen mal gezeigt.

Wir müssen aber auch langsam anfangen über uns nachzudenken, nicht nur wie wir der Ukraine helfen können. Wir müssen auch anfangen darüber nachzudenken, ob die Politik die Menschen in Deutschland nicht langsam finanziell überfordern mit dem Umbau des Staates. Was bringt uns eine nachhaltige Politik, wenn die Menschen auf der Strecke bleiben? Für wen haben wir dann diese Politik eigentlich gemacht?