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Der Untergang

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ELG21 (CC0), Pixabay

Russland hat im Ukraine-Krieg sein wichtigstes Kriegsschiff verloren. Wie das Verteidigungsministerium in Moskau am Donnerstagabend mitteilte, ist das Flaggschiff der russischen Schwarzmeerflotte „Moskwa“ gesunken. Das Kommandoschiff war für Russland von großer symbolischer Bedeutung.

Das Flaggschiff sei während eines Sturms untergegangen, als es an sein Ziel geschleppt wurde, berichtete die russische Staatsagentur TASS. Ein Abschleppen sei notwendig geworden, da das Schiff seine Stabilität aufgrund von Schäden am Rumpf verloren habe, der während eines Brandes durch die Detonation von Munition beschädigt worden sei. „Bei stürmischer See sank das Schiff“, hieß es weiter.

Die Ukraine hatte am Mittwoch behauptet, die „Moskwa“ mit zwei Raketen getroffen und sogar versenkt zu haben. Moskau dementierte und sprach davon, dass nach der Explosion von Munition ein Feuer ausgebrochen sei. Ein hochrangiger US-Verteidigungsbeamter sagte, bisher lasse sich nicht mit Klarheit sagen, was den Schaden auf dem Raketenkreuzer verursacht habe. Man war auch nicht in der Lage, den Untergang des Schiffes zu bestätigten.

Das Schiff hatte eine Besatzung von rund 500 Mann und spielte eine wichtige Rolle für seegestützte Raketenangriffe auf die Ukraine. Noch am Donnerstagvormittag hatte die russische Armee betont, dass das Feuer eingedämmt werden konnte und das Kriegsschiff zum Hafen zurückgeschleppt werde. Die wichtigsten Waffen der „Moskwa“ seien nicht beschädigt worden, das Schiff laufe auch nicht Gefahr zu sinken. Das Schiff hat eine Tonnage von 12.500. Seit dem Zweiten Weltkrieg ist kein so großes Kriegsschiff mehr untergegangen.