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Die EU-Kommission soll eine Einschätzung zum möglichen EU-Beitritt der Ukraine, Moldawiens und Georgiens abgeben. Darauf einigten sich Vertreter der 27 EU-Länder heute, wie die französische Ratspräsidentschaft bekanntgab.

Die Ukraine, Moldaawien nd Georgien hatten in der vergangenen Woche offizielle Anträge auf eine EU-Mitgliedschaft beim Rat eingereicht. Mit der Weiterleitung an die Kommission erfolgt ein erster Schritt auf dem Weg zu offiziellen Beitrittsverhandlungen. Nach Angaben eines EU-Vertreters dauert eine solche Einschätzung in der Regel ein bis anderthalb Jahre.

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Wegen des Krieges in der Ukraine sind nach Angaben der Vereinten Nationen bereits mehr als 1,7 Mio. Menschen aus dem Land geflohen. Allein 60 Prozent von ihnen nach Polen, wie das UNO-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) heute mitteilte. Der Konflikt entwickle sich zu einer der „größten humanitären Notsituationen der kommenden Jahre in Europa“, warnte die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC).

Die Vertreibungen und der Bedarf an Unterstützung seien „enorm und werden wahrscheinlich noch zunehmen, sowohl innerhalb als auch außerhalb der Ukraine“, sagte IFRC-Präsident Francesco Rocca in Genf. Millionen von Menschen, die sich noch in der Ukraine aufhielten, benötigten dringend sauberes Trinkwasser, Medikamente und Lebensmittel, da die Straßen unpassierbar und die Strom- und Wasserversorgung vielerorts unterbrochen seien.

Rocca forderte den Schutz der Mitarbeiter von „unparteiischen Hilfsorganisationen wie dem Roten Kreuz“ sowie deren ungehinderten Zugang zur Zivilbevölkerung.

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Französische Streitkräfte haben in Mali einen Anführer der Terrorgruppe Al-Kaida im Islamischen Maghreb (AQMI) getötet. Der Mann namens Yahia Djaouadi sei in der Nacht auf den 26. Februar etwa 100 Kilometer nördlich von Timbuktu bei einem Bodeneinsatz von Soldaten getötet worden, teilten die französischen Streitkräfte mit.

Die Gruppierung wurde 1998 in Algerien gegründet. Mittlerweile ist sie auch in Mali, Burkina Faso und Niger aktiv. 2006 schwor sie Al-Kaida die Treue. Djaouadi war zeitweise militärischer Berater des Chefs der Terrorgruppe.

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Der Iran hat verhalten auf russische Forderungen in den internationalen Atomverhandlungen reagiert. „Wir warten noch auf weitere Details (aus Moskau)“, sagte Außenamtssprecher Saeed Khatibzadeh heute. Er wies jedoch Spekulationen entschieden zurück, dass Moskau mit seinen neuen Forderungen in der Endphase der Atomverhandlungen eine Einigung gefährden wolle. „Die Position Russlands bei den Verhandlungen war bisher stets konstruktiv“, sagte er laut Nachrichtenagentur ISNA.

Zuvor hatte sich ein ungenannter iranischer Regierungsvertreter kritisch gegenüber den russischen Forderungen gezeigt und sie als „nicht konstruktiv“ zurückgewiesen. Die „Einmischung“ Russlands ziehe auf die Durchsetzung eigener Interessen in anderen Regionen ab, berichtete die Agentur Tasnim unter Berufung auf den Regierungsvertreter.