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ELG21 (CC0), Pixabay

Russland setzt laut ukrainischen Angaben seine Angriffe auf das belagerte Stahlwerk in der Hafenstadt Mariupol fort. Das von ukrainischen Kämpfern gehaltene Werk Asow-Stahl liege unter kontinuierlichem Beschuss, schrieb Präsidentenberater Mychajlo Podoljak auf Twitter. Es werde mit schweren Bomben aus der Luft und Artillerie angegriffen. In Kiew bereitet man sich auf den ersten Besuch von US-Regierungsvertretern seit Beginn des Kriegs vor.

Mariupol: UNO-Koordinator fordert „sofortige“ Waffenruhe

Die Vereinten Nationen haben heute eine „sofortige“ Waffenruhe für die belagerte ukrainische Hafenstadt Mariupol gefordert. „Wir brauchen sofort eine Pause von den Kämpfen, um Leben zu retten“, sagt der UNO-Ukraine-Koordinator Amin Awad. Zehntausende Menschen, darunter Frauen, Kinder und Ältere, seien in Gefahr und müssten umgehend aus der Stadt am Asowschen Meer gebracht werden. „Je länger wir warten, desto mehr Leben sind gefährdet“, so Awad. „Morgen wird es zu spät sein.“

Tausende Menschen bei Friedensmarsch Perugia – Assisi

Zehntausende Menschen haben heute beim traditionellen Friedensmarsch von Perugia nach Assisi für den Weltfrieden demonstriert. „Ein Friedensmarsch, um den Kriegsmarsch zu stoppen“, so der Slogan der Demonstranten.

Die außerordentliche Ausgabe des Marsches für Frieden und Brüderlichkeit hat gegen 9.00 Uhr in Perugia mit einer Schweigeminute in Andenken an die Kriegsopfer, der Begrüßung der Teilnehmer und einigen Eröffnungsreden begonnen.

„Wir dürfen mit niemandem Brücken abbrechen. Wir müssen auch während des Krieges daran arbeiten, Frieden zu schaffen. Es gibt keine Feinde, wir haben keine Feinde, der einzige Feind ist der Krieg und alle, die ihn nähren, auch durch den Verkauf von Waffen“, sagt Flavio Lotti, der Koordinator des Organisationskomitees. „Heute sind wir hier, um der Aufforderung des Papstes nachzukommen, dem Frieden eine Stimme zu geben.“

Russland hat laut Angaben seines Verteidigungsministeriums in der Nacht neun militärische Ziele in der Ukraine mit Raketen beschossen. Darunter seien vier Depots in der Region Charkiw im Nordosten der Ukraine gewesen, in denen Artilleriewaffen gelagert gewesen seien.

Russland setzt Angriffe auf Stahlwerk in Mariupol fort

Russland setzt laut ukrainischen Angaben seine Angriffe auf das belagerte Stahlwerk in der Hafenstadt Mariupol fort. Das von ukrainischen Kämpfern gehaltene Werk Asow-Stahl liege unter kontinuierlichem Beschuss, schreibt Präsidentenberater Mychajlo Podoljak auf Twitter. Es werde mit schweren Bomben aus der Luft und Artillerie angegriffen.

Podoljak, der auch ein führender Unterhändler bei den Verhandlungen mit Russland ist, fordert die Führung in Moskau anlässlich des orthodoxen Osterfests zu einem „echten Osterfrieden in Mariupol“ auf. Russland müsse „an die Reste seines Rufs zu denken“ und einem sofortigen humanitären Korridor für die Zivilbevölkerung und gesonderten Gespräche für einen Austausch von Militärs und Zivilisten zustimmen.

Russland verstärkt Truppen nördlich der Ukraine

Russland verstärkt nach ukrainischen Angaben seine Truppen nördlich der Ukraine. In die russische Region Belgorod würden zusätzliche Einheiten verlegt, teilt der ukrainische Generalstab mit. Darunter seien auch Gefechtseinheiten mit Kurzstreckenraketen vom Typ Iskander-M, die in einem Umfeld von rund 60 Kilometer Entfernung zur Grenze stationiert würden.

Iskander ist ein mobiles ballistisches Kurzstreckenraketensystem. Die Lenkraketen haben eine Reichweite von bis zu 500 Kilometern und können konventionelle oder nukleare Sprengköpfe tragen.

Schweiz verbietet deutsche Weitergabe von Munition

Deutsche Waffenlieferungen an die Ukraine werden einem Medienbericht zufolge auch durch ein Veto der Schweiz erschwert. Die Regierung in Bern habe die Weitergabe von in der Schweiz hergestellter Munition, die im Schützenpanzer Marder verwendet werde, durch Deutschland an die Ukraine verboten, berichtet die „SonntagsZeitung“. Der Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall, der den Marder baut, stellt dem Blatt zufolge in der Schweiz Munition her.

Ein Sprecher des Staatssekretariat für Wirtschaft sagt, man habe zwei Anfragen aus Deutschland für die Weitergabe von in der Schweiz gefertigter Munition an die Ukraine „mit Verweis auf die Schweizer Neutralität und die zwingenden Ablehnungskriterien der Kriegsmaterialgesetzgebung“ abgelehnt. Aus den Anfragen gehe aber nicht hervor, inwiefern diese Munition mit einer diskutierten Lieferung von Marder-Panzern in Verbindung stehe, um die die Ukraine gebeten hat.

„Nachbar in Not“: Wie der Ukraine geholfen wird

46 Millionen Euro sind über „Nachbar in Not“ seit Kriegsbeginn für Geflüchtete des Ukraine-Krieges gespendet worden. Das Geld wird, koordiniert vom Roten Kreuz, vorrangig für Hygieneartikel und Lebensmittel verwendet. Noe.ORF.at hat mit einem Helfer gesprochen.

London: Ukraine wehrt zahlreiche russische Angriffe ab

Die ukrainischen Streitkräfte haben laut britischen Angaben in dieser Woche zahlreiche russische Angriffe entlang der Kontaktlinie in der Donbas-Region im Osten des Landes zurückgeschlagen. Trotz einiger russischer Geländegewinne sei der ukrainische Widerstand an allen Fronten stark gewesen und habe den Streitkräften Russlands erhebliche Verluste zugefügt, twittert das britische Verteidigungsministerium aus einem regelmäßigen Lagebericht des Militärgeheimdienstes.

„Die schlechte Moral der russischen Truppen und die begrenzte Zeit für die Wiederherstellung, Neuausrüstung und Reorganisation der Kräfte nach früheren Offensiven behindern wahrscheinlich die russische Kampfeffizienz“, heißt es in dem Lagebericht weiter.

Kiew: Zwangsrekrutierung in besetzten Gebieten

Die Ukraine wirft russischen Truppen eine Zwangsrekrutierung von Einwohnern in besetzten Gebieten vor. Neben jungen Menschen seien davon in den Regionen Cherson, Saporischja und Charkiw speziell auch Mediziner betroffen, schreibt die ukrainische Militäraufklärung auf Facebook.

So sei medizinisches Personal aus der Stadt Wowtschansk im Gebiet Charkiw unter Androhung von Hinrichtungen gezwungen worden, russische Soldaten an der Front zu behandeln. Im Gebiet Saporischja suchen russisches Militär und Geheimdienstler nach Personen im wehrpflichtigen Alter, schreibt die Militäraufklärung weiter. Es heiße, dass sie russische Einheiten verstärken sollen.

Acht Tote bei russischen Angriffen in Luhansk

Bei russischen Angriffen in der ostukrainischen Region Luhansk sind laut Angaben der Behörden gestern acht Menschen getötet. Das teilt der Regionalgouverneur Serhij Gajdaj in sozialen Netzwerken mit.

Putin bei Ostergottesdienst in Moskau

Der russische Präsident Wladimir Putin hat in der Nacht auf heute einen Ostergottesdienst in Moskau besucht. Er habe dem russisch-orthodoxen Kirchenoberhaupt Patriarch Kirill gemäß Tradition ein verziertes Osterei überreicht, berichtet die Nachrichtenagentur TASS. Patriarch Kirill hat sich stets hinter Putins Politik gestellt. So hat er dem Westen die Schuld am russischen Angriffskrieg in der Ukraine gegeben.

Zwei russische Raketen bei Odessa abgeschossen

Wenige Stunden nach dem russischen Raketenangriff auf Odessa hat das ukrainische Militär nach eigenen Angaben zwei weitere Marschflugkörper abgeschossen, die auf den Hafen der Stadt zielten. Die Raketen seien am Samstagabend von einem Schiff im Schwarzen Meer abgefeuert worden, schreibt die Südgruppe der ukrainischen Streitkräfte auf Facebook.

OSZE sorgt sich um gefangen genommene Mitarbeiter

Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) sorgt sich nach eigener Aussage um Mitarbeiter, die in der Ostukraine von Russland gefangen genommen worden sind. Es handle sich um Ukrainer, die gemeinsam mit internationalen Beobachtern der OSZE in der Region tätig waren.

Außerdem seien OSZE-Mitarbeiter im Donbas Drohungen von prorussischen Separatisten ausgesetzt. „Die OSZE nutzt alle verfügbaren Kanäle, um die Freilassung ihrer Mitarbeiter zu erwirken“, heißt es von der Organisation.